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Steigende Fehlzeiten: Unternehmen setzen nicht an der Ursache des Übels an.

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Steigende Fehlzeiten: Unternehmen setzen nicht an der Ursache des Übels an.

Immer mehr Arbeitnehmer in der Schweiz leiden unter Stress. In der Folge steigen die Ausfallquoten. Um Fehlzeiten zu minimieren, setzen viele Unternehmen beim betrieblichen Gesundheitsmanagement an. Damit agieren Sie aber oft am Kern des Problems vorbei…

Stresspegel steigt, Fehlzeiten nehmen zu

Würde ein Zahnarzt ein Loch im Zahn versiegeln, wenn darunter noch die Karies wütet? Das macht keinen Sinn! Genauso gehen aber viele Unternehmen vor, die versuchen, die seit Jahren steigenden Fehlzeiten ihrer Mitarbeiter in den Griff zu bekommen. Die Ursache dafür ist nachgewiesenermaßen Stress. Laut des Job-Stress-Index leidet jeder vierte Erwerbstätige in der Schweiz regelmäßig darunter. Seit 2015 stieg der Pegel von rund 22 Prozent auf über 27 Prozent im Jahr 2018 an.

Richten sollen es oftmals Work Life Balance Angebote. Der tägliche Obstkorb, Yoga-, Sport- und Wellnessangebote. Sicher steigern solche Zuwendungen das Wohlfühlklima. Damit Unternehmen ihren Mitarbeitern aber wirklich helfen können, müssen sie die Wurzel allen Übels angehen. Und die befindet sich an ganz anderer Stelle.

Schlechte Führung ist häufig der Grund für steigende Fehlzeiten

Ein wesentlicher Faktor für steigende Fehlzeiten in Schweizer Betrieben: Schlechte Führung. Insbesondere an Wertschätzung hapert es. Das belegt die für die Schweiz repräsentative Studie Recruiting Trends 2019. Dieser zufolge ist diese einer der wichtigsten Bausteine für eine gesunde Unternehmenskultur. Allerdings: Gerade einmal die Hälfte der befragten Unternehmensmitarbeiter erfährt eine solche Kultur der gegenseitigen Wertschätzung.

Der Grund: Viele Führungskräfte haben nicht gelernt, wertschätzend zu führen. Die Manager, die heute Unternehmen steuern, haben noch die harte Schule des Top-Down-Zeitalters durchlaufen, in dem strikte Vorgaben von oben nach unten den Ton angaben. Für gegenseitigen Respekt und Vertrauen blieb da kein Platz.

Heute sind aber genau diese Faktoren immer wichtiger. Denn Manager entwickeln Ideen nicht mehr alleine. Stattdessen arbeiten ganze Teams daran, ihre Organisation voranzubringen. Manager schlüpfen derweil in die Rolle des Enablers. Vor allem moderieren sie die Innovationsprozesse in ihrem Team und sorgen dafür, dass Ideen gehört werden. Ohne Lob, regelmässiges Feedback und konstruktive Kritik geht das nicht.

Die gute Nachricht: Diese Fähigkeiten können entwickelt werden. In einem Führungskräftetraining analysieren Manager ihr Führungsverhalten, lernen fehlende Handlungskompetenzen kennen und trainieren sie gezielt.

Wie lernen Leader am besten?

Aber Moment mal! Kostet das nicht wahnsinnig viel Zeit? Zeit, die gerade Manager nicht haben? Nicht unbedingt. Mit einer mobilen Lösung schlagen Organisationen zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie bilden ihre Manager weiter, aber vollkommen stressfrei. Das Prinzip: Mit dem Smartphone lässt sich Lernen völlig unkompliziert in den Alltag integrieren. Über eine Lern-App können Manager zum Beispiel Lerninhalte immer dann abrufen oder bearbeiten, wenn sie Zeit dazu haben.

Es gibt auch Lösungen, bei denen auch das Menschliche nicht auf der Strecke bleibt. Manager sind über das Tool mit ihren persönlichen Trainern verbunden – egal ob im virtuellen Klassenzimmer oder über einen privaten Chat. Und bei Interesse gibt auch die Möglichkeit, sich ab und an face to face auszutauschen. So avancieren Manager sukzessive vom Leader zum Digital Leader – darunter sind Führungskräfte zu verstehen, die ihr Führungsverhalten den Herausforderungen des Digitalzeitalters angepasst haben. Diese sind heute gefragt. Und nur diese.

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