Generationen Y und Z: Ihre neue Währung heißt Zeit!

Berufliches Wissen aktuell zu halten, wird immer wichtiger. Doch Lernen kostet Zeit – jedenfalls, so wie wir es aus Schule und Studium kennen: In großen, schwer zu verdauenden Brocken. Es geht auch anders. Kontinuierlich, in kleinen Häppchen und vor allem völlig flexibel. Ein solches Lernangebot kommt insbesondere den Generationen Y und Z entgegen, für die eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatem wichtiger ist als allen Generationen davor.

Hätte ich mir nur mehr Zeit genommen…

„Hätte ich doch dafür nur mehr Zeit gehabt – ich habe einfach zu viel gearbeitet.“ Diesen Satz haben die Generationen Y und Z ein paar Mal zu oft gehört. Von ihren Eltern und Großeltern. Woher kommt das? Die Großeltern waren noch von den Kriegsjahren gebeutelt und mussten in den Nachkriegsjahrzehnten alles neu aufbauen. Also blieb wenig Zeit für Privates.

Ihren Kindern impften sie ein: „Euch soll es einmal besser gehen. Arbeitet hart.“ Entsprechend ging ihnen Arbeit über alles. Wieder hatten Familie und private Interessen das Nachsehen. Die Generationen Y und Z ziehen nun den Schlussstrich. Mein Haus, mein Boot, mein Auto – darauf kommt es Millennials nicht mehr an. Ihre Währung ist eine andere: Zeit.

Guter Job, Aufstiegsmöglichkeiten, ein ordentliches Salär – nach wie vor wichtig

Ein guter Job, Aufstiegsmöglichkeiten, ein ordentliches Salär – das ist den Ypsilonern und Zettlern zwar nach wie vor wichtig. Mindestens genauso wichtig ist ihnen aber auch, dass das Privatleben nicht darunter leidet. Sie wollen nicht eines Tages zurückblicken und bereuen, die Weltreise nicht gemacht, das Hobby nicht ausgelebt oder Freunde und Familie zu wenig gesehen zu haben.

Das ist aus ihrer Perspektive auch gar nicht nötig. Beide Generationen sind in einer digital geprägten Welt und dem mobilen Internet aufgewachsen, in der alles in Echtzeit und auf Knopfdruck funktioniert – von jedem Ort und zu jeder Zeit. Und für sie ist es nicht begreiflich, warum die berufliche Welt anderen Gesetzmäßigkeiten folgen sollte.

Flexibilität ist Trumpf

Smartphone, Laptop und Co. haben das Büro längst in die Tasche wandern lassen. Arbeiten ist heute völlig flexibel möglich. Warum also nicht, den Griffel auch mal nachmittags um vier fallen lassen statt um acht? Und den schönen sonnigen Tag mit Freunden oder der Familie verbringen. Arbeiten kann man auch am Abend noch – aus dem Home-Office.

Dass das inzwischen ein manifester Trend ist, bestätigt die PageGroup Working Life Study. Die Grenze zwischen Privatleben und Arbeit verschwimmt zusehends. In der Schweiz arbeiten rund 70 der Angestellten regelmäßig per Remote-Zugang.

Flexible Angebote in der Weiterbildung

Aber Achtung: Wer diesen Schritt geht, sollte seinen Mitarbeitern nicht nur das Arbeiten auf digitalem Weg ermöglichen. Er sollte ihnen konsequenterweise auch im Bereich der Weiterbildung flexible Angebote machen. Denn dass betriebliches Lernen in unserer zunehmend datengetriebenen Welt immer wichtiger wird, steht außer Frage. Entsprechend sollte es einen festen Platz im Arbeitsalltag haben.

Der Grund: Einfache Jobinhalte werden zunehmend an den Computer ausgelagert. Daher verschieben sich Arbeitsinhalte nicht nur immer stärker. Sie werden auch komplexer. Mindestens 133 Millionen neue Rollen, die auf die zunehmende Arbeitsteilung zwischen Menschen, Maschine und Algorithmus zurückzuführen sind, entstehen daher laut Weltwirtschaftsforum bis 2022 weltweit. Zum größten Teil setzen sie hochspezifisches Wissen voraus.

Für die Generationen Y und Z sind Präsenzseminare von gestern

Das macht kontinuierliches Lernen zum Pflichtprogramm. Wer seinen Arbeitnehmern dazu ein Programm präsentiert, das aus Präsenzseminaren besteht, wird gerade bei den Millenials auf wenig Begeisterung stoßen. Für die jüngeren Generationen ist eine an Ort und Zeit gebundene Lernkultur genauso ein Relikt aus der Vergangenheit wie starre Zeiten am Arbeitsplatz von nine to five.

Aber keine Sorge. Es gibt eine Lösung. In Form einer digitalen Lernplattform. In diese loggen sich Mitarbeiter immer dann ein, wenn sie es ihnen passt und sie neuen Input benötigen – egal, wo sie sich gerade befinden. Die Inhalte können als Webinar, Videotutorial oder jeder anderen erdenklichen Form bereitgestellt werden. Auch der digitale Austausch über die verschiedenen Themen ist möglich – zeitversetzt in Chats oder in Echtzeit in virtuellen Klassenzimmern.

Arbeitnehmer können das berufliche Lernen auf diese Weise nicht nur perfekt in ihren Tagesablauf integrieren. Sie entscheiden auch, wie lange sie lernen und was sie lernen. Manchmal genügt die schon die Aufnahme von geringen Lernportionen, um ein bestehendes Problem zu lösen. Über eine Lernplattform kann dieses Wissen sehr zielgerichtet abgerufen werden. Dabei werden Ihre Mitarbeiter die motivierende Erfahrung machen: Lernen kann auch richtig Spaß machen. Integrierter Gamification-Instrumente wie Quizzes sei Dank.

So kommen Arbeitgeber nicht nur dem Bedürfnis ihrer Mitarbeiter nach einem Plus an Flexibilität zugunsten einer besseren Work Life Balance nach. Sie rücken berufliches Lernen auch aus einer sehr unschönen Nische heraus, in der es lange überdauern musste: Zu unspezifisch, zu langwierig, zu zeitaufwändig und alles andere als erfüllend. Der Effekt: Ihre Mitarbeiter sind immer up-to-date, ohne je im Privaten Abstriche machen zu müssen. Wenn das mal keine Win-Win-Situation ist.

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